Hunde in der Tiertherapie

Begleitet ein Hund die Therapie, ist die Kontaktaufnahme zu Menschen mit Demenz leichter und entspannter. Menschen haben anfänglich oft Probleme mit alten und kranken Menschen ins Gespräch zu kommen. Hunde machen keine Unterschiede und gehen freudig auf jedermann zu.

Der Gesprächseinstieg mit einem Hund ist meist spontaner. Nicht selten erinnern sich zum Beispiel die alten Menschen an eigene Erlebnisse. Die Kommunikation ist zudem zwischen Hund und Mensch ganzheitlicher: Sie muss nicht auf verbaler Ebene stattfinden, sondern kann auch durch Mimik, Gestik, Körpersprache oder Berührungen erfolgen.

Ein Hund kann bei der Aktivierung helfen. Sein weiches, warmes Fell hat eine stimulierende Wirkung, die zum Streicheln animiert. Außerdem kann ein Hund helfen, die Stimmung der erkrankten Person aufzuhellen und deren Lethargie zu überwinden. Durch den Kontakt mit Hunden wird die Wiederaufnahme sozialer Beziehungen gefördert und Einsamkeit und Langeweile werden zurückgedrängt.

Der Einsatz von Tieren im Rahmen von therapeutischer Intervention sollte immer auf reflektiertem, verantwortungsbewusstem Umgang mit dem Tier beruhen. Es wird vorausgesetzt, dass das Tier artgerecht gehalten wird.