Pflegekonzepte

Wir setzen verschiedene Konzepte je nach Umfang und Dauer des Pflegebedarfs und abgestimmt auf die persönlichen Bedürfnisse unserer Bewohner ein.

Kurzzeitpflege

Ein Angebot unseres Hause ist die kurzfristige Unterbringung - etwa nach einem Krankenhausaufenthalt, wenn eine Rückkehr in die eigene Wohnung nicht möglich ist und noch kein passender Platz in einem Pflegeheim gefunden wurde, oder für pflegende Angehörige, die bei Urlaub oder Krankheit eine zuverlässige Pflege gewährleisten wollen.

Vollstationäre Pflege

Als Kernkompetenz bieten wir die stationäre Pflege von Senioren in unterschiedlichen Pflegestufen. Sie werden liebevoll und individuell betreut. Ausführliche Informationen zu Unterbringung, Ausstattung und Angeboten finden Sie unter Leben im Seniorenhaus.

Biographie-orientiertes Arbeiten

Biografiearbeit ist Erinnerungsarbeit. Dabei tauchen Menschen in ihre Erinnerungen ein und erzählen ihre erlebten Erfahrungen in Gesprächen, Übungen und persönlichen Materialien, die sie zum Beispiel mit Fotos, Poesiealben und ähnlichem ausdrücken.

Integrative Validation

Die Integrative Validation, kurz IVA, wurde 1994 von der Psycho-Gerontologin, Nicole Richard konzipiert und basiert auf der Validationstheorie von Naomi Feil.
Die IVA ermöglicht es Zugänge zu den Erlebniswelten von demenzerkrankten Menschen zu schaffen und Sicherheit und Geborgenheit zu erzeugen. Eine akzeptierende, wertschätzende Grundhaltung ist notwendige Voraussetzung.
Ein Verlust der kognitiven Fähigkeiten ist eine Begleiterscheinung von Demenzerkrankungen. Die IVA setzt den Fokus auf die bestehenden Ressourcen. Auch wenn der Verstand zunehmend beeinträchtigt wird und schließlich verloren geht, bleiben vor allem Gefühle noch sehr lange erhalten. Wenn es Menschen mit Demenz bewusst wird, dass sie in der Gegenwart nicht mehr zurechtkommen, versetzen sie sich mental in eine Zeit, bspw. die Kindheit, zurück, in der sie noch zurechtgekommen sind. Diese Szenen werden dann in der Gegenwart nachgelebt.
Bei der IVA werden Einstellungen (Werte einer Epoche, persönliche Prägung) und Gefühle (z. B. Wut, Hass, Angst) der Betroffenen ohne Wertung, Analyse oder Korrektur aufgenommen und benannt. Diese Vorgehensweise fußt auf der psychologischen Grundannahme, dass jedes Gefühl das geleugnet wird sich verstärkt. Durch Metaphern (Wortbilder), Sprichwörter und Redensarten werden diese für gültig (valide) erklärt. Der Betroffene fühlt sich bestätigt und ernst genommen. Stress und Angst können vermindert werden.
Die Methode:

  • Gefühle wahrnehmen und benennen (Sind Sie aber wütend!)
  • Individuelles Validieren (Sie platzen ja gleich vor Wut)
  • Allgemeines Validieren (Das bringt das Fass zum Überlaufen)

Durch diese kurzen, validierenden Sätze benennt man das Gefühl, das der Mensch verspürt. Sie sind wie ein Echo. Der Gegenüber versteht diese Äußerungen. Durch die resultierende Schaffung von Vertauen und Nähe, können viele Situationen im Pflegealltag entschärft werden.

Snoezelen

Snoezelen ist in erster Linie ein Entspannungs- und Erholungsangebot für Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen, für desorientierte Menschen, aber auch für alle anderen Menschen, die sich in Stressphasen befinden und/oder Entspannung suchen. Durch das Snoezelen werden alle Sinne stimuliert, indem bestimmte Reize direkt auf den Menschen wirken.

Weitere Pflegekonzepte

Weitere im Seniorenhaus eingesetzte Pflegekonzepte sind:

  • Tiergestützte Therapien (Nähere Informationen finden Sie unter Tiertherapie)
  • Basale Stimulation
  • Kinästhetik
  • Normalitätsprinzip
  • Milieutherapie